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schamanisches Reisen & Räuchern
"Ich bin nicht mehr dieselbe, seit ich den Mond auf der anderen Seite der Welt habe scheinen sehen."
(Mary Anne Radmacher im Buch `She: A Cleebration of Greatness in Every Woman`)
Genau diese tiefgreifende Veränderung und den Blick auf eine völlig neue Perspektive beschreibt das Zitat der US-Autorin Mary Anne Radmacher – und es fängt das Wesen einer schamanischen Reise perfekt ein.
Bei einer schamanischen Reise begeben wir uns mit Hilfe monotoner Trommel- oder Rasselklänge in einen veränderten Bewusstseinszustand. Die spirituelle Praktik ist seit Jahrtausenden in indigenen Kulturen auf der ganzen Welt verbreitet. Ein Teil unserer Seele, unseres Bewusstseins kann auf die Reise gehen, in eine andere, feinstoffliche Welt, die sogenannte „Anderswelt“. Dies ist vergleichbar mit dem Anteil von uns der träumt, wenn wir schlafen. Auch hier finden wir eine nicht alltägliche Wirklichkeit, in der wir Erlebnisse haben, die in unserer stofflichen, realen Welt nicht möglich sind.
In dem tranceartigen Zustand bei einer schamanischen Reise bleiben wir mit unserem Bewusstsein so präsent, dass wir in der Anderswelt handlungsfähig sind. So können wir mit den Wesen in Kontakt treten, die in diese Welt gehören, die uns dort führen, unterstützen und lehren. Bei ihnen können wir Antworten auf Lebensfragen finden und unsere Seele/Innenwelt besser kennenlernen. Die Anderswelt ist voller Möglichkeiten, Wunder und Weisheit.
Schamanisches Reisen kann grundsätzlich jeder lernen. Es erfordert Übung, die Bereitschaft, sich selbst zu erforschen und ein hohes Maß an Respekt für diese so besondere Anderswelt und ihre Bewohner. Es geht beim schamanischen Reisen nicht um Phantasie, deshalb sind Authentizität und Ehrlichkeit mit sich selbst Eigenschaften, die das Erlernen des schamanischen Reisens gut unterstützen können.
Was ist ein Krafttier / Verbündeter
"Wenn wir die Tiere wirklich wahrnehmen, erkennen wir,
dass sie unser inneres Wesen spiegeln."
(Angaangaq Angakkorsuaq im Buch `Schmelzt das Eis in euren Herzen!`
Kapitel: Von unserer Verantwortung für die Tiere)
Mit dem obigen Zitat bringt der grönländische Älteste und Schamane Angaangaq Angakkorsuaq die tiefe Verbindung zwischen Mensch und Tier auf den Punkt.
Genau diese Spiegelung können wir auf schamanischen Reisen erleben, wenn wir auf die Bewohner der Anderswelt treffen. Manche begegnen uns in Tiergestalt und wir nennen sie „Krafttiere“. Sie kennen sich dort aus, stehen uns mit Rat und Tat zur Seite, unterstützen uns und führen uns während der Reise. Wer seinem Krafttier begegnet, hat oft das Gefühl, einem guten Freund gegenüberzustehen. Unserem Krafttier können wir vertrauen, es steht uns loyal zur Seite. Mit ihm können wir uns sicher in der Anderswelt bewegen. Manchmal zeigt sich ein Tier, dessen Eigenschaften zu uns passen, was uns bereits aus dem Alltag vertraut ist, oder uns besonders fasziniert. Oft ist es aber auch ein Tier, mit dem wir gar nicht gerechnet haben und das uns zunächst vielleicht sogar enttäuscht, weil wir eine andere Vorstellung hatten. Hier gilt es, authentisch und ehrlich mit sich zu sein, denn es geht nicht darum, sich ein „Wunschtier“ vorzustellen. Krafttiere bringen uns, auch über ihre Gestalt und ihre Eigenschaften, Botschaften, die für unsere Seele wichtig sein können. So offenbart sich ein anderes Tier, als das, was unser Verstand erwartet hat, wenn wir uns darauf einlassen und ihm vertrauen, mit der Zeit womöglich als ein riesiges Geschenk.
Aber auch andere geistige Helfer können wir auf unserer Reise treffen. Manche erscheinen menschlich, andere wie Engel oder Geistwesen. Es gibt viele und unterschiedliche Namen für diese Verbündeten, die uns mit Rat, Unterstützung, Schutz und Weisheit zur Seite stehen. Sie können uns Antworten auf Lebensfragen geben. Wir können von ihnen lernen und neue Perspektiven gewinnen.
sondern der Atem der Wildnis in dir,
der dich daran erinnert, dass du niemals allein gehst."
(schamanische Weisheit – Autor unbekannt)
Bitte mitbringen:
Verschließbares Trinkgefäß, Isomatte und/oder Sitzkissen, Decke, Schreibzeug, evtl. dicke Socken, wettergerechte Kleidung, eine Schlafbrille kann hilfreich sein.

