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Schattenarbeit

"Energie fließt und wo sie fließt, fühlt es sich leicht an. Aber da, wo wir Staudämme gebaut haben, da stockt es und holpert und da dürfen wir hinschauen."
(unbekannter Autor)

Was können wir nicht sehen? Was liegt in unserem inneren Schatten verborgen? Wo haben wir - wie im obigen Zitat beschrieben - Staudämme gebaut und stolpern, ohne dass es uns klar ist?

Schattenarbeit kann den Weg zur inneren Freiheit ebnen:
Fragen Sie sich manchmal: „Warum reagiere ich immer wieder so, obwohl ich es eigentlich anders möchte? Warum gibt es Situationen oder Menschen, die mich unverhältnismäßig stark berühren?“
Wenn Sie solche oder ähnliche Fragen in sich tragen, kann die Arbeit mit den unbewussten inneren Schatten ein Weg für Sie sein. Sie hilft dabei, alte Verhaltensmuster zu durchbrechen, neue zu entwickeln und mit intensiven Gefühlen besser umzugehen.

Das Bewusstsein und der unsichtbare Schatten:
Unser Bewusstsein hat einen unbewussten und einen bewussten Teil. Der bewusste Teil macht dabei nur einen geringen Teil unserer geistigen Leistung aus. Dazu gehören gezielte Entscheidungen, das logische Denken, bewusste Wahrnehmungen und Steuerungen im Hier und Jetzt.
Obwohl dieser Anteil so gering ist, kommt es uns vor, als würde er unser eigentliches Selbst sein und uns ausmachen, denn er ist der sichtbare Teil.
Der viel größere, unsichtbare ist der unbewusste Teil. Er macht den größten Teil unserer geistigen Leistungen aus. Neben der Steuerung von Körperfunktionen gehört hierzu das Speichern von Erinnerungen und der Abruf von Emotionen und Verhaltensmustern. Unser Unterbewusstsein arbeitet extrem schnell und um ein Vielfaches schneller, als das bewusste Denken.
Bei der Schattenarbeit geht es darum, verdrängte, ungesehene und unbewusste Persönlichkeitsanteile zu entdecken und mit ihnen in Kontakt zu treten. Ziel ist es, sie bewusst (wieder) im Leben zu integrieren. Die Grundlage der Schattenarbeit hat der Psychiater C. G. Jung (1875 – 1961) geschaffen.

Wie entstehen innere Schatten?
Schatten sind Anteile, die wir aus verschiedenen Gründen abgelehnt oder unterdrückt haben. Oft führen frühe Prägungen durch Bezugspersonen dazu. Wenn uns Werte vermittelt wurden, die bestimmte Eigenschaften von uns verboten haben, spalten wir diese ab. (Hierbei geht es nicht um Schuldzuweisungen.) Manchmal verurteilen wir uns auch selbst oder unterdrücken unsere Bedürfnisse. Auch negative Erfahrungen wie Gewalt oder Vernachlässigung drängen Anteile in den Schatten.
Schattenanteile machen sich jedoch bemerkbar. Sie zeigen sich durch Gefühle, die wir nicht fühlen wollen, Reaktionen auf Situationen und Personen, die wir nicht steuern können und die uns unangenehm sind. Diese Situationen und Personen sind die sogenannten „Trigger“: Sie lösen in uns die Wahrnehmung eines Schattenanteils im Bewusstsein aus, die wir nicht haben wollen. Wir wollen sie nicht fühlen, nicht hören, nicht sehen. So wenden wir in unserem Leben viel Energie auf, um dies zu verhindern und eine Wahrnehmung derer sofort wieder zu verdrängen.
Das Ganze ist anstrengend und raubt uns unsere Kraft. Diese Energie fehlt uns dann, das Leben zu führen, das wir gern leben möchten. Die Schuld dafür geben wir dem Außen, den Personen und Situationen, die uns triggern.
Ein Schattenanteil kann also dahinterstecken, wenn wir immer wieder heftig emotional auf eine Situation oder einen Menschen reagieren und uns das mit dem Verstand nicht erklären können, uns dabei vielleicht auch noch fremdgesteuert fühlen.

Wie geht Schattenarbeit?
In der Schattenarbeit zeigen wir diesen inneren Persönlichkeitsanteilen - den Schatten, dass wir bereit sind, sie kennenzulernen. Dies ist eine tiefe Prozessarbeit, bei der innere und äußere Konflikte gelöst werden können. Alte Verletzungen bekommen Zeit, um zu heilen. Das geht nicht von heute auf morgen und darf einige Zeit dauern.
Mit Aufstellungsarbeiten und ethnomedizinischen Techniken haben wir Möglichkeiten, dies zu unterstützen und die unbewussten, verdrängten Anteile in unser Leben zu integrieren:


  • Wir nehmen uns einen Anteil vor, lauschen seinen Botschaften und akzeptieren ihn als Teil unserer Persönlichkeit.
  • Wir machen uns mit den Gefühlen vertraut, die mit dem Anteil verbunden sind und lassen es zu, sie zu fühlen.
  • Wir erforschen bewusst unsere Gedanken, inneren Bilder, Träume und deren Symbolik.
  • Wir machen uns die Trigger bewusst und können neue Handlungsstrategien finden.
Dafür schaffe ich mit den Menschen, die zu mir kommen einen geschützten, vertrauensvollen Rahmen. Wir arbeiten kleinschrittig und ressourcenorientiert, um Überforderungen zu vermeiden.
Wer Licht ins Dunkel der Schatten bringt, findet mitunter einen großen Schatz. Die unbewussten Schattenanteile tragen Potenziale, die unser Leben sehr bereichern können. Wir können uns wieder intensiv mit unserer Intuition verbinden, indem wir auf unsere innere Stimme und ihre Weisheit lauschen.
So wird der Weg geebnet für ein authentischeres, erfüllteres Sein und mehr innere Freiheit.



Die von mir angebotene Schattenarbeit versteht sich als Beratung, Coaching und Begleitung. Sie ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung.